Kennst du das? Du wachst morgens auf, das Licht fällt golden durch das Fenster, die Luft ist herrlich frisch und der Kalender schreit förmlich nach einer kleinen Auszeit im Grünen? Genau so ein Tag war heute – ein perfekter, milder Herbsttag im Innviertel. Anstatt mich im Haus zu verkriechen, habe ich meine Wanderschuhe geschnürt, den Rucksack gepackt und mich auf den Weg nach Münzkirchen gemacht. Auf dem Programm stand der Kirchsteigweg, eine Route, die ich dir heute unbedingt ans Herz legen möchte.
Der Kirchsteigweg ist mit seinen rund acht Kilometern eine absolut machbare Angelegenheit. Er ist weder ein alpiner Kraftakt noch eine endlose Pilgerreise. Mit etwa zwei Stunden Gehzeit ist er perfekt, um den Kopf freizubekommen, ohne völlig erschöpft am Ziel anzukommen. Die Steigungen halten sich angenehm in Grenzen – genau das Richtige für einen entspannten Spaziergang oder eine lockere Wanderrunde.
Der Startpunkt: Eintauchen in die Natur
Wir starten beim Gasthaus Wirt'z Kaltenmarkt. Ein idealer Ausgangspunkt, um sich vorher (oder nachher!) noch kurz zu orientieren. Hier ist die Karte für dich, damit du den Einstieg nicht verpasst:
Von dort aus spazieren wir die Enzenkirchener Straße ein Stück nach Norden, bis wir rechts in die Wohnsiedlung Eitzenberg einbiegen. Ab hier verlierst du auch keine Zeit mehr mit Suchen – der Weg ist gut beschildert. Und das Beste: Sobald du die Siedlung hinter dir lässt, tauchst du direkt in ein wunderbares Waldstück ein. Die Stille des Waldes, das raschelnde Laub unter den Sohlen – genau das ist das Innviertel, wie ich es liebe.
Über Stock und Stein Richtung Einödhäuseln
Nachdem wir das Waldstück genossen haben, führt uns der Pfad weiter in Richtung Einödhäuseln. Wenn du im Herbst unterwegs bist, halte unbedingt die Augen offen. Der Waldboden ist oft übersät mit kleinen Schätzen – ich bin heute über wunderschöne Fliegenpilze gestolpert, die wie kleine Farbtupfer aus dem Moos hervorleuchteten.
Ein kleiner Hinweis aus meiner Erfahrung: Achte ein wenig auf die Wegweiser. Sie sind zwar vorhanden, aber ab und zu spielen sie Verstecken hinter dichtem Buschwerk. Sei also aufmerksam, dann entgeht dir keine Abzweigung!
Nach Einödhäuseln halten wir uns rechts und folgen dem Waldpfad direkt neben der Fahrbahn, weiter in Richtung Prackenberg. Hier wird es richtig idyllisch.
Tipps für deine Tour im Innviertel
Kulinarik: Plane nach der Wanderung Zeit für eine Einkehr ein. Die Region ist bekannt für ihre bodenständige, hervorragende Wirtshauskultur!
Ausrüstung: Auch wenn der Weg leicht ist, zieh bequeme Schuhe mit gutem Profil an. Bei feuchtem Herbstwetter kann es auf den Waldwegen rutschig werden.
In der Nähe: Besuche bei Gelegenheit den Schärdinger Stadtplatz – er ist nur einen Katzensprung entfernt und ein echtes Juwel mit seinen farbenfrohen Fassaden.
Ein Moment der Ruhe
Auf dem Weg nach Prackenberg kommst du an einer kleinen, beschaulichen Kapelle vorbei. Für mich ist das immer der perfekte Ort, um kurz innezuhalten, die Wasserflasche herauszuholen und einfach mal tief durchzuatmen. Das ist der Moment, in dem man merkt, wie unwichtig der ganze Alltagstrubel eigentlich ist.
Wenn du bei der Kapelle angekommen bist, hast du bereits die Hälfte deines Weges geschafft. Nimm dir die Zeit und schau dich um – es sind oft die kleinen, stillen Orte, die einem am besten in Erinnerung bleiben.
Das letzte Stück durch den Wiesenweg in Prackenberg fühlt sich an wie ein entspanntes Auslaufen. Die weite Landschaft, die sanften Hügel – genau das ist die Art von Wanderung, die man an einem Sonntagnachmittag macht, wenn man den Akku für die neue Woche aufladen möchte.
Nach ungefähr einer Stunde kommt man wieder in Eitzenberg an und zwar direkt beim Wirt´z Kaltenmarkt.
Noch ein Tipp: Nach diesem Haus musst du rechts den Waldpfad bergab. Die Abzweigung ist leicht zu übersehen!
Der Kirchsteigweg ist kein großes Abenteuer, aber genau das macht ihn so besonders. Er ist ein treuer Begleiter für einen gemütlichen Tag. Warst du schon einmal hier? Schreib mir doch in die Kommentare, wie dir der Weg gefallen hat!
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