Hey Du! Schön, dass du wieder hier bist. Letzte Woche hat es mich wieder einmal gepackt: Dieser unbändige Drang, den Alltag für ein paar Stunden hinter mir zu lassen und irgendwo einzutauchen, wo die Welt noch ein bisschen ursprünglicher ist. Diesmal hat mich mein Abenteuergeist ins wunderschöne Ennstal verschlagen. Wenn du Lust auf einen echten Geheimtipp hast, der nicht den ganzen Tag in Anspruch nimmt, sich aber anfühlt wie eine Reise in eine andere Welt, dann spitze jetzt deine Ohren. Ich nehme dich mit zur sagenumwobenen Tropfsteinhöhle namens Nixluck’n!
Die Anreise: Das Abenteuer beginnt im Hintsteingraben
Bevor wir die unterirdischen Geheimnisse lüften können, wartet erst einmal die Anreise. Um ehrlich zu sein, gehört das schon ein bisschen zum Erlebnis dazu. Wir fahren ab in den sogenannten Hintsteingraben. Die Straße ist hier und da etwas schmaler, aber mach dir keine Sorgen – der Weg nach oben ist gut machbar. Wenn du oben angekommen bist, lässt du dein Auto am besten direkt am Ende der Straße in der Nähe des Bauernhofs stehen. Das ist der perfekte, friedliche Ausgangspunkt für unsere kleine Expedition.
Damit du nicht planlos in der Gegend herumirrst, schau dir diese Karte an:
Der Aufstieg: Jetzt wird es sportlich!
Auto geparkt? Rucksack sitzt? Dann kann es losgehen! Schnapp dir den Weg, der direkt hinter dem Bauernhof in den Wald führt. Erst schlenderst du ganz entspannt auf der Forststraße dahin, genießt die frische Waldluft und lässt die Seele baumeln. Doch an der kommenden Weggabelung heißt es: aufmerksam sein! Halte dich hier unbedingt rechts.
Ab jetzt heißt es: Muskeln aktivieren! Die nächsten 15 bis 20 Minuten geht es knackig steil den Berg hinauf. Zugegeben, da kommt man schon mal ordentlich ins Schwitzen, aber glaub mir – wenn du oben ankommst und die ersten kalten Atemzüge aus dem Fels spürst, ist jede Anstrengung vergessen.
Kurzes Höhlen-Quiz
Weißt du eigentlich, wie die Dinger heißen, die von der Decke hängen? Teste dein Wissen!
Richtig! Die Tropfsteine, die von der Decke wachsen, heißen Stalaktiten. Und die, die vom Boden nach oben wachsen? Genau, das sind die Stalagmiten!
Hier ist die genaue Markierung, wo du den Eingang zur Nixluck’n findest:
Das Abenteuer beginnt: Ab in die Dunkelheit
Wenn du vor dem Eingang stehst, merkst du sofort: Das hier ist kein gewöhnlicher Waldweg. Der monströse Felseingang wirkt fast wie ein Tor in eine vergessene Zeit. Ich liebe diesen Moment, in dem man das erste Mal in die kühle, feuchte Höhlenluft tritt – ein echtes Abenteuer-Gefühl macht sich im Bauch breit.
Die Höhle ist rund 25 Meter begehbar. Weiter geht es zwar theoretisch, aber für uns Normalsterbliche wird es danach extrem eng und schlammig – da hört der Spaß für Wanderer ohne Spezialausrüstung auf. Aber die 25 Meter, die offen stehen, sind absolut magisch!
Meine Tipps für dich in der Region
- Losenstein: Besuche die Burgruine Losenstein. Der Aufstieg ist nicht lang und der Ausblick auf das Ennstal ist unbezahlbar!
- Genuss-Tipp: In den umliegenden Gasthäusern gibt es fantastische Brettljausen – perfekt, um nach dem "Höhlenabenteuer" wieder Kräfte zu sammeln.
- Natur-Info: Wenn du schon in der Gegend bist, informiere dich über den Nationalpark Kalkalpen. Es gibt dort zahllose weitere Wanderwege, die dich verzaubern werden.
Sicherheit geht vor: Was du einpacken musst
Lass uns kurz über deine Ausrüstung sprechen, denn "Sicherheit zuerst" ist auch in einer kleinen Höhle wie dieser absolut ernst zu nehmen.
- Licht: Nimm eine Taschenlampe mit (kein Handy-Licht, das blendet nur und reicht nicht weit!).
- Schuhwerk: Deine Wanderschuhe sollten griffige Sohlen haben. Der Boden ist rutschig und nass – Sneaker sind hier fehl am Platz.
- Mentaler Check: Hast du Angst vor Fledermäusen? Kein Stress, die Tiere sind meist scheu und schlafen tagsüber. Respektiere ihre Ruhe, bleib leise und genieß einfach den Anblick der Natur.
Faszinierende Naturformen: Ein ewiges Kunstwerk
Wenn sich deine Augen an das Dämmerlicht gewöhnt haben und dein Taschenlampenstrahl über die Wände tanzt, wird es richtig spannend. Die Stalaktiten, die von der Decke hängen, haben über Jahrtausende hinweg Form angenommen – Wassertropfen für Wassertropfen. Es ist diese stille Erhabenheit, die mich immer wieder demütig werden lässt. Wir Menschen hetzen durch unser Leben, und hier drin? Hier tickt die Uhr in einer ganz anderen Geschwindigkeit.
Mein Fazit zum Ausflug
Alles in allem war ich nach etwa einer Stunde wieder am Auto. Das macht die Nixluck’n perfekt für einen spontanen Trip an einem freien Vormittag oder als Ergänzung zu einer längeren Tour im Ennstal. Manchmal sind es eben genau diese kleinen, unscheinbaren Abenteuer, die im Gedächtnis bleiben, weil man sie selbst erlaufen und entdecken musste.
Ein letzter, wichtiger Rat für den Heimweg: Der Schotterpfad, über den du gekommen bist, kann beim Abstieg tückisch sein. Geh lieber einen Schritt langsamer, genieße die Aussicht und komm sicher unten an. Wir wollen ja, dass du morgen schon dein nächstes Abenteuer planen kannst!
Hast du jetzt auch Lust bekommen, deine Wanderschuhe zu schnüren? Schreib mir doch in die Kommentare, ob du Höhlen genauso liebst wie ich – oder ob du dich bei Fledermäusen doch lieber gruselst! Wir sehen uns beim nächsten Mal!
Leser-Bewertungen & Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar